Die Entstehung der Kalilagerstätten

Vor mehr als 250 Millionen Jahren entstanden durch Verdunstung des Zechsteinmeeres die heutigen Kalilagerstätten. Salzhaltiges Meerwasser floss über seichte Meerengen in die Tiefebenen. Durch starke Sonneneinstrahlung verdunstete das Wasser – die Salzkonzentration stieg. Kali-, Magnesium- und Natriumsalze kristallisierten aus und setzten sich in der Reihenfolge ihrer Löslichkeit ab.

Blick in die Lagerstätte

Die flachen, flözartigen Kalilager mit einer Mächtigkeit von ca. 3–8 Metern befinden sich in einer Tiefe von etwa 500–1.000 Metern. Darüber liegende wasserundurchlässige Tonschichten schützen die Lagerstätten vor Grundwasser. Die Kali- und Magnesiumvorkommen werden in einer Tiefe von 400–1.500 Metern abgebaut.

Was ist eigentlich Kali

Unter Kali versteht man die Mischung aus verschiedenen Mineralien mit einem hohen Gehalt an Kaliverbindungen. Wirtschaftlich genutzt werden vor allem Kaliumchlorid und Magnesiumsulfat. Die wichtigen Bestandteile von Kali sind:

Steinsalz: NaCl
Sylvin: Kcl
Carnallit: KMgCl3 ·6 H2O
Kieserit: MgSO4 · H2O

Wertvolles Kieserit

Bedingt durch die Entstehung, enthalten als einzige auf der Welt die deutschen Lagerstätten neben den Kalisalzen auch Kieserit. Dies ermöglicht, die wichtigen Pflanzennährstoffe Kalium, Magnesium und Schwefel gleichzeitig zu gewinnen und zu besonders hochwertigen Mineraldüngern zu verarbeiten.