Siedesalz
Die Herstellung von Siedesalz erfolgt durch Eindampfung gesättigter Sole, wobei das NaCl auskristallisiert. Die Löslichkeit von Natriumchlorid in Wasser steigt mit der Temperatur nur wenig an. Die Verdampfungskristallisation wird daher in der Regel bei Temperaturen von 150°C bis herunter zu 50°C durchgeführt. Die Siedesalzerzeugung kann in offenen Pfannen oder in geschlossenen Verdampfergefäßen vorgenommen werden.
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Salzherstellung in offenen Pfannen
Über Jahrhunderte wurde Siedesalz durch Eindampfen von gesättigter Sole in offenen Pfannen erzeugt. Diese PfannensalzTechnik hat sich bis zur Mitte dieses Jahrhunderts in Salinen bewährt. Sie erklärt auch die Herkunft des Begriffs "Kochsalz".
In Göttingen (Saline Luisenhall) wird in einer kleinen Saline nur noch heute diese Technik angewandt.
Salzherstellung in geschlossenen Verdampfergefäßen
Die Energiekosten bei den althergebrachten, offenen Siedepfannen waren zu hoch. Man ist daher dazu übergegangen, die in anderen Produktionszweigen erprobten, wärmetechnisch günstigeren Prozesse der Eindampfung in geschlossenen Verdampfergefäßen in die Salzindustrie zu übertragen.
Dazu leitet man die Sole in geschlossene Verdampferreihenanlagen. Unter Ausnutzung des Abdampfes aus dem vorgeschalteten Verdampferkessel wird unter Verwendung von Unterdruck das Wasser bei unterschiedlichen Siedetemperaturen energiesparend verdampft. Eine andere sparsame Siedetechnik ist das Thermokompressionsverfahren, bei dem der Abdampf verdichtet und immer wieder verwandt wird.
Aus der Verdampferanlage wird Salzbrei abgezogen, durch Eindicker und Zentrifugen entwässert und weiter in Trocknern getrocknet. Anschließend wird das Salz über Siebmaschinen in verschiedene Körnungen klassiert.