Produktion
Salz
"Unter allen Edelsteinen ist Salz der kostbarste." Mit diesem Satz würdigte Justus von Liebig die elementare Bedeutung von Natriumchlorid (NaCl), das auch Kochsalz, Steinsalz, Siedesalz, Meersalz oder einfach Salz genannt wird.
Vor 100 bis 200 Millionen Jahren verdunsteten im europäischen Raum Meere und wurden von verschiedenen Erd- und Gesteinsschichten überlagert. Durch die verschiedensten geologischen Einflüsse findet man heute in Deutschland Steinsalzlagerstätten in einer Tiefe von 70 m bis 1.000 m. Die verschiedenen Salzlagerstätten sind über ganz Deutschland verteilt. Heute wird Salz in Deutschland durch bergmännischen Abbau oder durch Aussolung von unterirdischen Salzlagerstätten gewonnen.
Steinsalz
Steinsalz wird bergmännisch mit modernster Technik gewonnen. Salzbergwerke gibt es in vielen Ländern, so in Deutschland, Österreich und Großbritannien. In den Salzbergwerken wird ein Schacht bis in die Salzschicht getrieben. Dann werden durch das Salz und Gestein Stollen gefräst, die breit wie eine Straße und hoch wie ein Haus sind. Zum Vortreiben des Stollens werden mit Maschinen Sprenglöcher in die Salzlager gebohrt und mit Sprengstoff gefüllt. Dieser wird elektrisch gezündet. Das dadurch heraus brechende Steinsalz wird auf Förderbänder geschaufelt, zerkleinert und zu Tage gefördert. Steinsalz wird zur Herstellung von Kunststoff, Glas, Papier, Medikamente, Seife und Zahnpasta verwendet. Im Winter wird es zum Tauen von Schnee und Eis auf Straßen gestreut.