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20 | Salz macht haltbar

Auch heute machen wir einige unserer Nahrungsmittel haltbar: Salzgurken, Salzheringe oder Soleier. Die Gurken, Heringe und Eier können nicht verderben, weil das Salz sie vor Bakterien schützt, die diese Lebensmittel angreifen würden.

Bakterien können in einer salzhaltigen Umgebung nicht überleben. Bakterien sind mikroskopisch kleine Lebewesen, die nur aus einer Zelle bestehen. Sie bestehen aus einer Hülle, die mit Wasser und einem komplizierten Innenleben gefüllt ist. Kommen diese Bakterien nun in Kontakt mit Salzwasser, so zieht das Salz das Wasser aus der Bakterienzelle. Für die Bakterien ist dieser Wasserverlust tödlich. Sie verlieren ihr Wasser, schrumpfen und trocknen aus. Ohne Wasser haben sie keine Lebensgrundlage.

Du kannst mit einem Versuch diesen Vorgang beobachten.

Man braucht für diesen Versuch eine Wursthaut aus Tierdärmen. Diese Haut kann man mit Wasser füllen, ohne dass es hinaus läuft. Aber trotzdem bleibt die Haut wasserdurchlässig wie die Bakterienhüllen. Die Wursthaut ist also unser Modell einer Bakterie und wird mit Wasser gefüllt und dann fest verschlossen. In ein Glasgefäß kommt Salzwasser (Gut salzen!) Dann legt man die mit Wasser gefüllte Wursthaut in das Salzwasser. Wenn man ganz genau hinsieht, kann man an feinen Schlieren sehen, wie das Wasser durch die Haut der Modell-Bakterie ins Salzwasser strömt.

Nach ein paar Stunden ist es klar zu sehen: Die Flüssigkeit ist fast vollständig aus der Wursthaut verschwunden, die Modell- Bakterie ist schlapp, fast vertrocknet.