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13 | Die älteste Eismaschine

Süßwasser in Seen und Flüssen beginnt bei Null Grad zu gefrieren. Meerwasser jedoch noch nicht. Das liegt daran, dass Salzwasser bei tieferen Temperaturen gefriert als Süßwasser.

Schon vor Jahrhunderten brachten Seefahrer aus dem Fernen Osten die Kunst mit, eine Speise zu kühlen, ohne sie direkt mit Eis zu vermengen. Man entdeckte, dass zerstoßenes Eis mit Salz die Temperatur der Umgebung um zwanzig Grad Celsius herabsetzt.

Die Technik, Speisen zu kühlen mit Hilfe einer Mischung aus Salz und Eis, kannte man im Orient schon vor 1.500 Jahren. Zu uns nach Europa gelangte dieses Wissen erst viel später.

In Zeiten, als es noch keinen Strom und somit auch keine Kühlschränke gab, schlugen die Menschen im Winter aus zugefrorenen Seen Eisblöcke heraus. Das Eis wurde mit einer schützenden Schicht aus Stroh abgedeckt und in tiefen Kellern eingelagert. Mit dem Eis konnten zum Beispiel die Gasthäuser ihre Getränke kühlen.

Traditionell wird Speiseeis in einer Metallschüssel gefroren, die sich in einem Behälter mit einer Mischung aus zerstoßenen Eiswürfeln und Salz, der so genannten Kältemischung, befindet. Durch die unter –10 °C kalte Mischung wird die Eismasse gefroren und kann zugleich gerührt werden.

Ein kalter Spaß: Die Eiswürfelkette

Streut man Salz auf Eis, dann schmilzt das Eis an dieser Stelle zu Wasser. Doch kann das Wasser gleich wieder zu Eis erstarren, wenn es ausreichend kalt ist.

Das zeigt die Eiswürfelkette: Auf einen Eiswürfel wird Salz gestreut, dann drückt man auf diese Stelle einen zweiten Eiswürfel fest, streut wieder Salz, drückt den nächsten Eiswürfel an und so fort. Nach und nach wird so eine Eiswürfelkette zusammengebaut.