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21 | Das Meer in uns

Warum eigentlich ist es gerade das Salz, das eine so wichtige Rolle für uns spielt?

Die Antwort findet sich in der Entstehungsgeschichte des Lebens selbst. Sie beginnt auf der Erde vor Jahrmillionen. Die ersten Lebewesen sind winzige einfache Einzeller, die im Meer leben. Das salzige Meerwasser bestimmt ihr Leben: es gibt ihnen Lebensraum, liefert ihnen alle Nährstoffe und dient gleichzeitig als „Abfalleimer“.

Im Laufe der Zeit entwickeln sich aus den Einzellern größere Organismen. Sie alle können sich aus dem Meer ernähren. Am Beispiel der Quallen ist dies heute noch leicht zu erkennen. Einfach gesagt sind sie ein großer Zellverband, der seine Nahrung aus dem durchströmenden Meerwasser herausfiltert. Dann entwickeln sich die ersten Landlebewesen. Diese Lebewesen erschließen sich einen neuen Lebensraum mit neuen Bedingungen. Doch eines bleibt gleich: Die Landlebewesen geben die Verbindung zum Meer nicht auf. Sie nehmen das Meer gewissermaßen mit – als salzige Flüssigkeit, die ihre Körperzellen umspült. Über die Jahrmillionen vom Einzeller bis zum Menschen hat sich daran nichts geändert.

Auch unsere Körperzellen werden wie zu Urzeiten von salziger Flüssigkeit umspült. Diese Flüssigkeit umspült, ernährt und entsorgt die Körperzellen wie das Meer vor Millionen von Jahren.

Etwa 9 Gramm Salz sind in jedem Liter unserer Körperflüssigkeit enthalten.