menu

Unter Tage

Bei Temperaturen von 25–40 Grad Celsius und einer Tiefe von 400–1.500 Metern wird Kali abgebaut. Jedes Bergwerk verfügt über mindestens zwei Schächte, die separat für den Transport von Bergleuten und Material und für die Förderung der Rohsalze genutzt werden. Kilometerlange Förderstrecken verbinden Schacht und Abbauorte.

Die Verkehrswege unter Tage erreichen eine Länge von 150–180 km, was dem Straßennetz einer Großstadt entspricht. Dieselbetriebene Maschinen übernehmen den Transport von Bergleuten und Maschinen. Um eine größtmögliche Schadstoffreduktion zu erreichen, sind die für den Abbau eingesetzten Großmaschinen mit zusätzlichen Elektromotoren ausgerüstet. Für die Kaligewinnung werden in das harte Salzgestein ca. 7 m tiefe Sprenglöcher gebohrt und mit Sprengstoff gefüllt. Die anschließend gesprengten Salzbrocken werden von riesigen Schaufelladern zu den Brecheranlagen gefahren. Dort werden sie bandgerecht zerkleinert. Über Förderbänder gelangt das Rohsalz zum Schacht, wo es über Tage gebracht oder in Vorratsbunkern eingelagert wird.

Kalisalz besteht aus

Halit: NaCl
Sylvin: KCl
Carnallit: KMgCl3 ·6 H2O
Kieserit (Mineral): MgSO4 · H2O

Wussten Sie schon...

Heute werden in Deutschland etwa 7 Millionen Tonnen Kali- und Magnesiumdüngemitteln in hochmodernen Kaliwerken produziert. Davon werden über die Hälfte in ca. 70 Länder der Erde exportiert.