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Funktion der Enthärtungsanlage

Enthärten

Der Ionenaustauscher besteht aus porösem Kunstharz. Seine besondere Eigenschaft ist das Vermögen, Ionen bei Berührung mit Lösungen auszutauschen. Das Austauschermaterial ist zunächst mit Natriumionen besetzt. Leitet man hartes Wasser über das Harz, so werden die im Wasser enthaltenen Calcium- und Magnesiumionen gegen die vorhandenen Natriumionen ausgetauscht.

Regenerieren

Nach einem bestimmten Wasserdurchfluss ist die Oberfläche des Ionenaustauschers mit Calcium- und Magnesiumionen anstatt mit Natriumionen besetzt. Es kann kein weiterer Austausch mehr stattfinden, der Ionenaustauscher ist erschöpft.

Um den Ionenaustauscher zu regenerieren, müssen die Calcium- und Magnesiumionen wieder von der Oberfläche des Austauschers entfernt werden. Hierfür pumpt man eine Kochsalzlösung durch den Austauscher.

Bei einer erhöhten Salzkonzentration tauschen die Calcium- und Magnesiumionen ihren Platz mit den Natriumionen der Lösung. Die Oberfläche des Austauschers wird erneut mit Natriumionen besetzt. Die Anlage ist dann wieder betriebsbereit, und das Wasser kann erneut enthärtet werden.

Während des Regenerierens gelangen die vom Austauscher stammenden Härtebildner und die überschüssige Kochsalzlösung selbstverständlich nicht in das Trinkwassernetz, sondern über einen separaten Abfluss der Enthärtungsanlage direkt ins Abwasser.

Umweltfreundliche Sparbesalzung

Eine umweltfreundliche Sparbesalzung kommt mit einem erheblich geringeren Überschuss an Regeneriersalz aus. Im Vergleich zu früheren Enthärtungsanlagen im Haushalt wird heute bis zu zwei Drittel weniger Regeneriersalz benötigt. Die Sparbesalzung erreicht man durch den Einsatz einer verdünnten Kochsalzlösung sowie durch besondere Steuerung des Regenerationsvorganges. In der DIN 19636 „Enthärtungsanlagen (Kationenaustauscher) in der Trinkwasser-Installation“ wird dies beschrieben.

Das Herzstück einer Wasserenthärtungsanlage ist der Ionenaustauscher.