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Nährstoff Kali

Wachsende Pflanzen bestehen zu 80 Prozent aus Wasser. Verbrennt man den Trockenanteil, weist Kali mit über 40 Prozent den höchsten Mineralanteil aus. Besonders junge, stoffwechselaktive Pflanzen sind reich an Kali. Kali beeinflusst im Wesentlichen:

  • die Photosynthese
  • die Bildung von Kohlenhydraten wie Zucker
  • den Zucker- und Stärketransport (von den Blättern zu den Speicherorganen wie Knolle oder Körner etc.)
  • eine produktive Wasserausnutzung
  • die Erhöhung der natürlichen Widerstandskraft gegen Krankheiten, Schädlinge sowie Trockenheit und Frost
  • eine Verringerung der Schwarzfleckigkeit bei Kartoffeln
  • höhere Zuckergehalte bei Zuckerrüben

Magnesium

Viele Böden sind von Natur aus magnesiumarm. Insbesondere auf leichten und sauren Böden reicht oft das pflanzenverfügbare Magnesium im Boden nicht aus, um den Bedarf vieler landwirtschaftlicher Kulturarten zu decken. Magnesium ist ein lebenswichtiger Baustein des Chlorophylls. Das Chlorophyll hat die Funktion Sonnenenergie in biologisch-chemische Energie umzuwandeln. Magnesium hat hierbei einen zentralen Einfluss auf die gesamte Stoffwechselleistung der Pflanze.

  • ca. 30 Prozent des Magnesiumgehaltes befindet sich im Chlorophyll. Magnesium ist der Katalysator bei der Photosynthese
  • Magnesium spielt im gesamten Eiweiß- und Kohlenhydrahtstoffwechsel eine wichtige Rolle. Die Speicherfähigkeit der Assimilate in den Speicherorganen (Knolle, Korn, Rübe etc.) wird wesentlich vom Magnesiumgehalt mitbestimmt.
  • Magnesiummangel während der Wachstumsphase ist gleichbedeutend mit reduzierter Photosyntheserate und somit verminderter Ertrags- und Qualitätsleistung der Pflanze.

Schwefel

In der Pflanze ist Schwefel notwendig bei der Regulierung des Stickstoff-Stoffwechsels. Fehlt Schwefel bei der Protein- und Glucosinulatsynthese, kommt es zu einer Verschiebung in der Produktion stickstoffhaltiger Fraktionen in der Pflanze. Diese Störungen führen zu einer verstärkten Produktion und Akkumulation von nicht schwefelhaltigen Aminosäuren, Säureamiden und Nitrat.

Besonders gefährdet sind Pflanzen mit hohem Produktionsniveau und spezifisch großem Schwefelbedarf wie Ölsaaten, Leguminosen, Zwiebeln, Lauch und Knoblauch, bei denen der Schwefel einen wichtigen Teil der geschmacksbildenden Inhaltsstoffe ausmacht.

Seit den achtziger Jahren nimmt die Schwefelkonzentration in der Atmosphäre, dank europaweiter Maßnahmen zur Schwefelreduktion in der Luft, deutlich ab. Die Schwefeldeposition ist mittlerweile auf ein Niveau von durchschnittlich 6 bis 12 kg Schwefel pro ha und Jahr gesunken. Schwefel hat heute einen festen Platz in der Mineraldüngung, da immer mehr Pflanzen an Schwefelunterversorgung aufweisen, so leidet zum Beispiel Getreide ohne Schwefel-Düngung zunehmend an Schwefelmangel.

Natrium

In der Tierernährung ist die ausreichende Natriumversorgung ein wichtiger Faktor zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit der Tiere. Natriummangel führt zu Appetitlosigkeit, Rückgang der Milchleistung, Gewichtsverlust und hat Auswirkung auf die Gesundheit und Fruchtbarkeit des Tierbestandes. Natriumhaltige Düngemittel, erhöhen deutlich den Na-Gehalt des Grünlandes und garantieren die bedarfsgerechte Na-Versorgung der Tiere.

Auch als Pflanzennährstoff ist Natrium relevant, so lassen sich positive Qualitäts- und Ertragssteigerungen bei den natrophilen Kulturpflanzen z. B. der Zuckerrübe nachweisen. Physiologisch betrachtet, dient Natrium in der Pflanzenzelle zur Regulierung des osmotischen Drucks und führt zu einer effizienteren Wasserausnutzung.