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Mineraldünger als Basis moderner Agrarwirtschaft

Noch vor 100 Jahren gab es in Europa Unterernährung und Hungersnöte. Grund dafür waren Missernten und die zunehmend von Nährstoffen ausgelaugten Böden. Die rasant wachsende Bevölkerung konnte nicht mehr ausreichend ernährt werden.

Den Wissenschaftlern Carl Sprengel und Justus von Liebig ist die Erkenntnis zu verdanken, dass nicht Humus sondern Mineralstoffe für die Pflanzenernährung notwendig sind. Dabei spielt es für die Pflanzen keine Rolle ob die Nährstoffe in organischer oder mineralischer Form verfügbar sind. Für ein gesundes Wachstum benötigen Pflanzen neben Licht, Wärme, Wasser und Luft, vor allem Stickstoff (N), Phosphat (P), Kalium (K), Calcium (Ca), Magnesium (Mg) und Schwefel (S).

Mit dem bergmännischen Abbau von Kochsalz und dem Auffinden kalihaltiger Salze (Kali- und Magnesiummineralien) konnte die Nährstoff-Mangelsituation – und damit das Verhindern von Missernten – gelöst werden. 1861 war die Geburtsstunde der Kaliindustrie – es begann die bergmännische Gewinnung von Kali und Magnesium.

Die Produktivität der Landwirtschaft konnte seit Liebigs Zeiten erheblich verbessert werden. Ein Landwirt ernährt heute durchschnittlich 179 Menschen.
1950 waren es noch 10.