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Salz in der Industrie

Salz ist für industrielle Zwecke ein unverzichtbarer Rohstoff (Industriesalz). Etwa 80 Prozent der Salzproduktion findet als Industriesalz Verwendung. Mit Industriesalz bezeichnet man das Salz, das für industrielle Stoffumwandlungen wie z.B. in Chlor, Natronlauge u.a. verwendet wird.

Der Stammbaum zeigt auf einfache Weise, welche Produktgruppen aus Salz durch verschiedene chemische Vorgänge entstehen können.

Chloralkali-Elektrolyse

Die Stoffe, die durch die Chloralkali-Elektrolyse gewonnen werden, stellen die Grundlage für Kunststoff, Desinfektionsmittel, Mittel zur Wasseraufbereitung dar - ebenso für Seife und Cellulose (Papier).

Bei der Chloralkali-Elektrolyse wird aus Salz, das aus Natrium- und Chloridionen besteht, Chlor und Natronlauge gewonnen. Die in einer wässrigen Flüssigkeit gelösten Natrium- und Chloridionen besitzen unterschiedliche elektrische Ladungen. Im Sinne des Satzes „Gegensätze ziehen sich an“ wandern die Ionen entsprechend ihrer Ladung an die jeweiligen positiv oder negativ geladenen Elektroden und geben dort ihre Ladung ab. Bei diesem Prozess entsteht Chlorgas und Natronlauge.

Sodaerzeugung

Aus den beiden Rohstoffen Salz und Kalk gewinnt man durch ein technisch aufwendiges Industrieverfahren Soda und Natriumbikarbonat. Soda dient als Grundstoff für viele verschiedene Produkte; hierzu gehören Glas, Farbstoffe, Wasch- und Reinigungsmittel u.a. Auf Basis von Natriumbikarbonat werden Backpulver, Medikamente, Mineralfutter für Tiere usw. hergestellt.

Ein breites Verwendungsspektrum: Gewerbesalz

Wegen seiner besonderen Eigenschaften findet Salz auch in Gewerbebetrieben vielfältigste Verwendung wie z.B. als Regeneriersalz zur Wasserenthärtung. Ein anderes Einsatzgebiet ist die Konservierung von Häuten und Fellen in Gerbereien usw. Die folgende Auflistung zeigt noch weitere Beispiele aus dem umfassenden Spektrum der Verwendung von Gewerbesalz.

So wird Salz eingesetzt

  • in Färbereien
  • bei der Seidenmalerei
  • zur Konservierung von Därmen
  • in der Fischerei
  • zur Vieh- und Wildfütterung
  • zur Herstellung von Kraftfutter und Lecksteinen
  • zur Herstellung von Kältemischungen bei Bohrungen
  • in der keramischen Industrie für Glasuren
  • zur Oberflächenveredelung durch Galvanisierung in der Stahlwarenindustrie

Salz als Rohstoff für 10.000 Produkte: von Backpulver bis Aluminium und Glas bis Kunststoff.