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Kali in der Industrie

Verwendet wird es zum Beispiel von der Glas- und Aluminiumindustrie als Roh- bzw. Hilfsstoff und es findet sich in Baustoffen genauso wie in Lebensmitteln, Tiernahrung, Waschmitteln oder Farbstoffen. Die Pharmaindustrie nutzt hochreine Kalium- und Natriumsalze zur Herstellung von Infusions- und Dialyselösungen. Feuerschutz, Erdöl- und Gasgewinnung sind weitere Einsatzgebiete für spezielle Kaliumverbindungen.

Elektrolyse

Hochwertiges Kaliumchlorid wird für die Chloralkali-Elektrolyse in der chemischen Industrie benötigt.

Aus einer wässrigen Kaliumchloridlösung wird durch Elektrolyse unter anderem Kaliumhydroxid hergestellt.

Bei der Elektrolyse kommen das klassische Amalgam-Verfahren und zunehmend die Membran-Elektrolyse zum Einsatz.

Chemie

Kaliumchloride, Kaliumsulfate und Folgeprodukte aus der KCI-Elektrolyse, dienen als Rohstoffe für andere chemische Prozesse sowie als Basis für eine Vielzahl von Kaliumverbindungen.

Kaliumcarbonat und Kaliumbicarbonat werden u.a. in der Glasherstellung und der Lebensmittelindustrie eingesetzt.

Kaliumpersulfat findet unter anderem Verwendung in Haarpflegemitteln, Kaliumphosphat in den Nährstofflösungen und Waschmitteln.

Weitere wichtige Verbindungen sind Kaliumchlorat, Kaliumpermanganat, Kaliumnitrat, Kaliumjodid und Kaliumhypochlorid. Einige dieser Produkte sind uns unter Namen wie „Eau de Javel“, Weinstein oder Kalilaun besser bekannt.

Metallurgie

In metallurgischen Prozessen spielen Kalisalze eine zunehmend wichtige Rolle.

Kaliumchloride werden eingesetzt in der Oberflächenbehandlung und Verzinkerei, als Härte- und Lötsalze sowie in der Gießereichemie als Schmelz- und Abkrätzsalze.

Von besonderer Bedeutung sind Spezialprodukte, welche zum Beispiel in der Sekundäraluminiumindustrie in großem Maßstab Verwendung finden. So werden Aluminium-Schrotte eingeschmolzen und zu hochwertigen Legierungen umgewandelt.

Baustoffindustrie

Kaliumsulfat findet in der Fußbodenfertigung seine Anwendung – Halbhydrat und Anhydrit lagern Wasser unter Umwandlung zu Gips an.

Dieser kristallisiert in Form verwachsener und verfilzter Nadeln und verleiht so dem Baustoff seine notwendige Festigkeit.

Für die Verarbeitbarkeit der Baustoffe muß die Geschwindigkeit der Abbindung, d.h. der Erhärtungsverlauf, häufig den Forderungen der Praxis durch Anreger oder Verzögerer angepaßt werden.

Kaliumsulfat ist einer der wirksamsten und am häufigsten eingesetzten Anreger für Anhydrit-Estrich, Spezialgipse und Gipskartonplatten.

Farben und Pigmente

Farbstoffe und Pigmente benötigen Kaliumverbindungen zur Herstellung.

Kaliumchlorid wird zum Aussalzen von wasserlöslichen Azo- oder Anthrachinon-Farbstoffen eingesetzt und dient als Hilfsmittel bei der Herstellung von Reaktiv-Farbstoffen.

Für die Pigmentherstellung findet Kaliumsulfat Anwendung: Als Kaliumkomponente für Eisenblau-Pigmente zur Einstellung der Farbtiefe, bei der Produktion von Titanoxid in der Calcination (Sulfat-Verfahren) und in der TiCl4 (Titantetrachlorid)-Verbrennung zur Verbesserung der Pigmenteigenschaften wie Korngröße und Mahlbarkeit.

Öl- und Gasgewinnung

Kaliumchlorid wird als wesentlicher Bestandteil von Bohrspüllösungen bei der Öl- und Gasexploration verwendet.

Es verhindert die Auslaugung von Kaliumionen bei Ton- und Schieferhorizonten und dient der Bohrlochstabilisierung.

Viele Produkte, die für uns zum täglichen Leben ganz selbstverständlich dazugehören, sind ohne Kali nicht denkbar.