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Mehr als nur Würze!

Entsprechende Geschmackssensoren auf der Zunge erkennen den Salzgeschmack und bewirken, dass die Empfindung an das Gehirn weitergeleitet wird.

Auf diese Weise ist der Mensch in der Lage, das lebensnotwendige Salz am Geschmack zu erkennen und dann auch entsprechend aufzunehmen. Wird zuviel Salz auf einmal verzehrt, reagiert der Körper mit entsprechenden Abwehrmaßnahmen, die bis hin zum Erbrechen reichen können.

Salz beeinflusst nicht nur den „Salzgeschmack“ von Lebensmitteln, sondern hat darüber hinaus Einfluss auf die weitere geschmackliche Wahrnehmung eines Produktes, wie Studien nachweisen konnten. In umfangreichen Versuchen, bei denen geschmacklich geübte Testpersonen Suppen, Reis, Chips und Rührei bewerten sollten, fanden Wissenschaftler heraus, dass Salz den Speisen weit mehr als nur einen salzigen Geschmack verleiht.

Es erhöhte ebenfalls die Wahrnehmung von Fülle und Dicke, wobei es den Eindruck eines weniger wässrigen Produkts vermittelte und die Wahrnehmung von Süße verstärkte. In einigen Fällen wirkte es einem schlechten metallischen oder chemischen Geschmack entgegen. Diese Wirkungen wurden festgestellt, selbst wenn die tatsächliche Salzigkeit nicht zugenommen hatte.

Salz hat eine zentrale Bedeutung als geschmacksgebende Zutat. Eindrucksvoll belegt wird dies bereits dadurch, dass „salzig“ neben „süß“, „sauer“ und „bitter“ eine der vier Grundgeschmacksarten bildet, die wir Menschen zu unterscheiden vermögen.