Anwendungsbereiche
Wirtschaftlichkeit
Der wesentliche Faktor beim Errechnen des Winterdienstnutzens sind die vermiedenen Unfallkosten, die fast 90 Prozent der Einsparungen ausmachen.
Die Zusammenstellung der Verkehrs- und Betriebskosten ergibt in der Summe auf winterlicher, glatter Fahrbahn einen Mehraufwand von 0,20 Euro pro Fahrzeugkilometer gegenüber der trockenen Fahrbahn. Durch einen effizienten Winterdienst können hiervon 0,18 Euro pro Fahrzeugkilometer eingespart werden. Für jeden auf gestreuter statt glatter Fahrbahn zurückgelegten Kilometer Fahrstrecke lässt sich also ein Nutzen von 0,18 Euro pro Fahrzeugkilometer nachweisen. Wesentlicher Faktor beim Errechnen des Winterdienstnutzens sind dabei die vermiedenen Unfallkosten, die fast 90 Prozent der Einsparungen ausmachen.
Durch rechtzeitigen Winterdienst lassen sich hochgerechnet für Deutschland beträchtliche Einsparungen erreichen. Innerhalb einer Winterperiode können durch den Einsatz von Auftausalz in der ersten Stunde nach dem Einsatz auf den Außerortsstraßen (ohne Autobahnen) Kosten in Höhe von etwa 255 Millionen Euro und auf den Autobahnen Kosten in Höhe von 64 Millionen Euro vermieden werden. Zusätzlich werden etwa 450 Jahre Reisezeit eingespart.
(Quelle: Dr.-Ing. Horst Hanke
Direktor des Landesbetriebs für Straßenbau, Neunkirchen/Saarland
Leiter des Arbeitskreises Winterdienst der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen)