Anwendungsbereiche
Landwirtschaft
Schwefel
In der Pflanze ist Schwefel notwendig bei der Regulierung des Stickstoff-Stoffwechsels. Fehlt Schwefel bei der Protein- und Glucosinulatsynthese, kommt es zu einer Verschiebung in der Produktion stickstoffhaltiger Fraktionen in der Pflanze. Diese Störungen führen zu einer verstärkten Produktion und Akkumulation von nicht schwefelhaltigen Aminosäuren, Säureamiden und Nitrat.
Besonders gefährdet sind Pflanzen mit hohem Produktionsniveau und spezifisch großem Schwefelbedarf wie Ölsaaten, Leguminosen, Zwiebeln, Lauch und Knoblauch, bei denen der Schwefel einen wichtigen Teil der geschmacksbildenden Inhaltsstoffe ausmacht.
Seit den achtziger Jahren nimmt die Schwefelkonzentration in der Atmosphäre, dank europaweiter Maßnahmen zur Schwefelreduktion in der Luft, deutlich ab. Die Schwefeldeposition ist mittlerweile auf ein Niveau von durchschnittlich 6 bis 12 kg Schwefel pro ha und Jahr gesunken. Schwefel hat heute einen festen Platz in der Mineraldüngung, da immer mehr Pflanzen an Schwefelunterversorgung aufweisen, so leidet zum Beispiel Getreide ohne Schwefel-Düngung zunehmend an Schwefelmangel.